Hersteller steigern DDR-SDRAM-Produktion
Die Einführung von DDR-Mainboards auf dem Mainstream-Markt hat zu einer Verknappung von DDR-DRAM [Double Data Rate] und steigenden Preisen geführt.
Die Speicherhersteller erwarten, dass diese Situation bis ins erste Quartal 2002 anhält, und das trotz Produktionssteigerung.
Im Dezember soll der weltweite Ausstoß an 128-MBit-DDR-SDRAM-Chips um 70 Prozent steigen. Laut der elektronischen Speicherbörse DRAMeXchange wurden im November weltweit 22 Millionen 128-MBit-Einheiten produziert und 6,6 Millionen 256-MBit-DDR-Chips.
Nachfrage und Preise steigen
Im Dezember - so die Handelsbörse - steigen diese Zahlen auf 38
Millionen [128 MBit] und 9,2 Millionen [256 MBit]. Mit der Nachfrage
ist auch der Preis in die Höhe gegangen. Auf dem Spotmarkt kosteten
128-MBit-DDR-SDRAM-Chips im November und Anfang Dezember bis zu drei
USD.
DRAMeXchangeNachfrage bleibt weiter stark
Das ist rund doppelt so viel wie im Vormonat. An diesem Preisniveau wird sich nach Einschätzung von DRAMeXchange kurzfristig nichts ändern. Die Produzenten erwarten sogar, dass die Nachfrage nach DDR-Speicher während des ersten Halbjahrs 2002 stark bleibt.
Xbox treibt DDR-SDRAM-Produktion
Mehrere Faktoren sprechen dafür: Die mit DDR-Speicher bestückte Xbox von Microsoft kommt im März auf den europäischen Markt und verkauft sich nach Angaben von Microsoft in den USA sehr gut. VIA versucht den Zeitvorsprung bei DDR-Chipsätzen für den Pentium 4 mit immer neuen Boards auszunutzen, bis Intel schließlich seinen eigenen DDR-Chipsatz fertig hat.
Künstliche Angebotsverknappung
Prognosen zu Speicherpreisen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Der bis November zu beobachtende Verfall der Preise hat die Hersteller wie Infineon, Samsung, Micron und Hynix hart getroffen. Hynix hat Produktionsstätten geschlossen, bei anderen Herstellern munkelt man von künstlicher Angebotsverknappung, um den Preis zu stabilisieren. Hynix überdenkt inzwischen eine Fusion mit Micron.
