Pentium-III-CPUs werden billiger
Am Sonntag hat Intel ohne große Vorankündigung die Preise für eine Reihe von Prozessoren gesenkt. Vor allem die Server-Versionen des Pentium III mit Tualatin-Kern sind bis zu 20 Prozent billiger geworden.
Intels jüngste Preissenkungen widersprechen allerdings den Anfang November aus einer internen Road-Map bekannt gewordenen Plänen. Dort war erst von einer größeren Preisrunde Ende Jänner die Rede.
Nun ist aber beispielsweise der Pentium-III-S [Tualatin-Kern, 512-KB-L2-Cache] für Server und Workstations bei 1,26 GHz mit 241 Dollar schon 20 Prozent günstiger als bisher.
Er liegt damit bereits jetzt unter dem Preis, den Intel den inoffiziellen Plänen zufolge für Jänner geplant hatte. Das nächstkleinere Modell der Serie mit 1,13 GHz kostet jetzt 202 USD und wurde um 14 Prozent günstiger. Alle Preise beziehen sich auf 1.000er-Stückzahlen für PC-Hersteller und Wiederverkäufer.
Preiskrieg Intel gegen AMDTotgesagte werden billiger
Auch beim von Intel selbst schon für tot erklärten Pentium III für Desktop-PCs hat der Chip-Gigant die Preise etwas reduziert.
Der Abstand zum Pentium 4 bleibt hier jedoch gewahrt - der Pentium III mit 256-KB-L2-Cache ist überproportional teuer. Das Topmodell mit 1,2 GHz bleibt mit 241 USD unverändert, erst ab 1,13 GHz bis zu 850 MHz werden durchschnittlich zwölf Prozent Abschlag gewährt. Zum Vergleich: Der Pentium 4 mit 1,8 GHz kostet nur 225 USD.
Am deutlichsten wurde der klassische Coppermine mit einem GHz reduziert, er ist jetzt für 143 USD zu haben. Somit sind durch den grauen Markt noch vor Weihnachten Straßenpreise um 150 Euro zu erwarten, was diese CPU zu einer interessanten Aufrüst-Option macht.
Sie ist weiterhin mit einem FSB von 100 oder 133 MHz zu haben und benötigt den erweiterten Socket 370 [Coppermine-kompatibel, 1,75 Volt] oder einen entsprechenden Slot-Adapter samt BIOS-Update des Mainboards. Langsamere Coppermines empfehlen sich zum Aufrüsten nicht mehr, da sie bis hinab zu 850 MHz alle 143 USD kosten.
Dennoch sind auch solche "aufgebohrten" P-III-Systeme eine Sackgasse. Der einzige schnellere Socket-370-Prozessor, Intels Tualatin mit 512-KB-L2-Cache, benötigt eine wiederum etwas angepasste Version des Socket 370 und andere Chipsätze. Adapter gibt es dafür nicht. Immerhin ist der Tualatin aber für das dritte Quartal 2001 noch mit bis zu 1,53 GHz geplant. Neben den Pentium-III-Senkungen ist jetzt nur ein Celeron-Modell billiger geworden, und zwar das mit Coppermine-Kern bei 950 MHz und 128-KB-L2-Cache. Dieser Prozessor kostet aktuell mit 64 USD sieben Prozent weniger.
