Kevin allein im Netz
Laut einer Erhebung des Hamburger Marktforschers EarsandEyes scheinen Eltern ihre Kinder im Umgang mit dem Internet weitgehend alleine zu lassen.
So bestimmen 81 Prozent der Sprösslinge selbst, wann und wie lange sie surfen. 63 Prozent der Eltern vertrauen ihrem Nachwuchs ohne Kontrolle, nur elf Prozent kontrollieren überhaupt, wohin ihre Kinder im Web surfen.
Darüber hinaus finde beim Medium Internet kein Transfer von den Kindern zu den Eltern statt. "Im Gegensatz zum regen Austausch über Filme in TV und Kino stößt Internet auf wenig Interesse bei den Eltern. Zum einen haben Erwachsene immer noch Berührungsängste, zum anderen nehmen sie sich für ihre Kinder und ihre Computererlebnisse kaum noch Zeit", heißt es in der Studie.
EarsandEyesEltern ahnungslos
Der Nachwuchs scheint auch, was Computer und Web betrifft, besser gerüstet zu sein als die Eltern-Generation. Denn satte 81 Prozent der Kinder sind zu Hause am eigenen PC online.
Dabei kommt immerhin mehr als ein Drittel von ihnen auf mehr als 15 Stunden wöchentlich.
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Auch was Computerspiele betrifft, sind die Eltern nicht wirklich up-to-date: Nur neun Prozent suchen sie aus und kaufen sie auch, 35 Prozent kennen die Spiele erst gar nicht und 41 Prozent schauen zwar kurz zu, interessieren sich aber nicht wirklich dafür.
Schlussfolgerung der Autoren: "Während in der realen Welt kaum noch Freiräume zum Austoben existieren, können Kids online unkontrolliert, unkommentiert und ungeschützt stöbern, plaudern und spielen - und genau das tun sie."
