29.11.2001

CODE RED

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Die Topviren 2001

Computerviren waren eines der dominierenden Security-Themen des ausklingenden Jahres.

Viren werden auch in den kommenden Jahren eine große Rolle spielen, sind sich Experten einig. "Vor allem Trojanische Pferde sind stark im Kommen", meint etwa Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos Antivirus. Trojaner betreten den Rechner meist via E-Mail, werden von dem Besitzer ausgeführt und können dann - oft unbemerkt - ihre schädliche Arbeit verrichten.

Ausgereifte Programmiermethoden

Die virtuellen Trojanischen Pferde werden immer ausgefallener und ausgereifter programmiert. "Sie infiltrieren die Systeme und verstecken sich", fasst George Samenuk, CEO von Network Associates, zusammen.

"Sie zu entdecken wird immer schwieriger. Außerdem muss nachher das komplette System gereinigt werden, was oft Probleme bereitet."

Ein Faktor, der die Verbreitung der Trojaner fördert, ist nach Ansicht der Virenexperten der Breitbandzugang. Durch diesen wird es auch für die Autoren von Trojanern interessanter, Daten auszuspionieren - die "Always on"-Connection garantiert, dass die Daten jederzeit ankommen.

Privatpersonen selten mit Virenschutz

Privatpersonen schützen sich in den seltensten Fällen mit Firewalls und entsprechenden Antiviren-Programmen. Selbst McAfee.com, einer der Big Player der Branche, hat in zwei Jahren "nur" 1,2 Millionen Kunden gewinnen können. Zum Vergleich: Allein in den USA sind immerhin 62,8 Millionen Haushalte online.

Antiviren-Umsätze steigen

Generell werden die Viren immer gefährlicher. Mit ein Grund ist, dass bei modernen Viren sowohl die Skills von Virenschreibern als auch Netzwerkhackern benötigt werden. Letztere bringen einen neuen Level an Professionalität in die Virenszene.

Vor einigen Jahren noch wurden Virenschreiber innerhalb der Szenen eher geringschätzig angesehen, da viele von ihnen mit simplen illegalen Tools aus technischer Sicht banale Viren zusammenschneiderten.

Profiteure sind nur die Computersicherheitsfirmen. Der Umsatz bei Antiviren-Software soll von 1,2 Milliarden USD im Jahr 1999 auf 2,7 Milliarden im Jahr 2004 wachsen, so das Marktforschungsunternehmen IDC.