TA beschließt Festnetz-Restrukturierung
Der Aufsichtsrat der Telekom Austria [TA] hat am Montag neben dem neuen Kollektivvertrag auch die Neustrukturierung des Festnetzgeschäfts abgesegnet.
Der Festnetzbereich wird künftig in die zwei Bereiche Wholesale [Infrastruktur] für alternative Telekom-Kunden und Retail [Endkundenservice] für Privat- und Geschäftskunden geteilt.
Die bestehende Struktur der Töchter Mobilkom Austria, Datakom und Jet2Web Internet bleibt dabei allerdings unangetastet. Lediglich "Parallelitäten" sollen vermieden werden, hieß es aus dem Unternehmen.
Der Aufsichtsrat hat außerdem den neuen Kollektivvertrag für die rund 18.000 Mitarbeiter der TA-Gruppe genehmigt. Demnach werden die Ist- und Mindestlöhne sowohl für Beamte als auch für Angestellte per 1. Jänner 2002 um 2,5 Prozent erhöht.
Gehaltsverhandlungen der TA weiter zähPersonalien
Retail und Wholesale sollen künftig vom derzeitigen TA-Vorstand Rudolf Fischer geleitet werden, hieß es weiter. Der Bereich IT wandert dafür zum Finanzchef des Unternehmens, Stefano Colombo.
Der Vorstandsvorsitzende Heinz Sundt bleibt weiterhin "Kopf des Unternehmens". Den Bereich Marketing und Vertrieb, den er seit dem Abgang von Heinz Brasic im April ebenfalls mitbetreute, tritt er mit der Neustrukturierung an Fischer ab, der gleichzeitig mit Retail und Wholsale die gesamte Kundenbetreuung übernehmen soll.
Verkauf
Keine wesentlich neuen Details ergeben hat die Aufsichtsratssitzung dem Vernehmen nach in der Frage des Verkaufs der TA-Gruppe. Es seien lediglich zwei Arbeitsgruppen eingerichtet worden, "die nun das Feld bearbeiten sollen", hieß es.
