Telekom Austria mit Strukturwechsel
Der Aufsichtsrat der Telekom Austria [TA] soll am kommenden Montag die Neunmonatsergebnisse des Ex-Monopolisten, die Neustrukturierung des Festnetzgeschäfts und den neuen, ab Jänner 2002 geltenden Kollektivvertrag absegnen.
Laut Plan soll das Festnetzgeschäft der Telekom künftig in die zwei Bereiche Wholesale (Infrastruktur) für alternative Telekom-Kunden und Retail [Endkundenservice] für Privat- und Geschäftskunden geteilt werden.
Umstufung von 3.000 Vertragsangestellten
Details über den neuen KV soll es am Montag Abend geben. Neben
der Gehaltserhöhung im kommenden Jahr wurde auch die Umstufung von
rund 3.000 Vertragsangestellten in einen neuen Kollektivvertrag und
den damit verbundenen Wegfall von Biennalsprüngen für diese
Mitarbeiter diskutiert. Darüber hinaus wurde auch die Einrichtung
einer Pensionskassa verhandelt.
Telekom Austria schließt mit 9,12 EuroEigentümerveränderung im Gespräch
Neben Umstrukturierung, Neunmonatsergebnissen und Kollektivvertrag wird der Aufsichtsrat am Montag aber auch über ein anders brisantes Thema diskutieren, nämlich die anstehende Eigentümerveränderung.
Nach monatelangen Gerüchten über einen Ausstieg der Telecom Italia, die 29,8 Prozent an der TA hält, haben die Italiener kürzlich ihre Absicht offiziell bestätigt, sich aus ihrem Österreich-Engagement zurückziehen und ihre Anteile an der TA und an deren Mobilfunktochter Mobilkom Austria [25 Prozent] verkaufen zu wollen.
Keine Sundt-Debatten mehr
Die Position des TA-Vorstandsvorsitzenden Heinz Sundts steht dem
Vernehmen nach nicht mehr zur Debatte. Der Vorstand des
TA-Haupteigentümers ÖIAG [47,8 Prozent], Peter Michaelis soll sich
zuletzt demonstrativ hinter Sundt gestellt haben. Die Diskussion sei
jetzt endgültig erledigt, hieß es.
Telekom übertrifft Erwartungen
