China schränkt Vornamen ein

software
17.03.2006

Wegen der Umstellung auf elektronische Datenverarbeitung sind in China nur noch Namen mit gängigen Schriftzeichen erlaubt.

Nach Einführung der strikten Einkindpolitik sehen sich Chinas Eltern künftig auch Beschränkungen bei der Namensgebung für ihre Sprösslinge gegenüber.

Seltene und ungewöhnliche Namen sollen bald verboten werden, weil die neu eingeführte elektronische Datenverarbeitung bei den Behörden nur die gängigsten chinesischen Schriftzeichen erfassen kann, nicht aber besonders altmodische oder seltene Zeichen von ausgefallenen Namen.

Wie die Zeitung "China Daily" am Freitag berichtete, sollen alle 1,3 Milliarden Chinesen bis 2008 elektronisch erfasst sein und von Computern erstellte Ausweise bekommen.

"Wir können dann nicht mehr wie früher seltene Schriftzeichen mit der Hand eintragen", zitierte das Blatt einen Beamten des Sicherheitsministeriums.

Nur noch "Stärke" und "Schönheit"

Eltern bleibt dann nur noch die Möglichkeit, auf althergebrachte Allerweltsnamen wie "Weisheit" und "Stärke" für Buben und "Schönheit" und "Heiterkeit" für Mädchen zurückzugreifen.

Die Datenverarbeitung chinesischer Computer kann in der Regel nur 27.000 Schriftzeichen erfassen; das maßgebliche Referenzlexikon Kangxi führt hingegen 50.000 Zeichen auf.

(futurezone | AFP)