Schwieriges Jahr 2002 für Alcatel Austria
Die Österreich-Tochter des französischen KOnzerns Alcatel stellt sich auf ein schwieriges Jahr 2002 ein.
Die üblicherweise im September erledigte Budgetplanung für das Folgejahr werde heuer angesichts der unsicheren Auftragsaussichten auf den Dezember verschoben, sagte Generaldirektor Reinhard Hutter.
Der von Alcatel Ende Oktober angekündigte Abbau von 10.000 weiteren Stellen in Europa, der bei der deutschen Alcatel-Tochter SEL für massive Proteste sorgte, wird in Österreich milder ausfallen.
Tausend Mitarbeiter zu Jahresende
Heuer wird Alcatel Austria den Mitarbeiterstand von 1.150 auf
rund tausend zum Jahresende senken. Für 2002 sei ein weiterer Abbau
nicht auszuschließen, wobei die natürliche Fluktuation und der
Umstieg auf Altersteilzeitverträge ausgenutzt werden soll.
Angesichts noch fehlender Budgetzahlen wollte sich Hutter auf keine
Zahl festlegen, nannte jedoch 50 Arbeitsplätze weniger als denkbare
Größe.
Alcatel ÖsterreichMinus 20 Prozent Umsatz
Beim Jahresumsatz 2001 wird Alcatel Austria die budgetierte Größenordnung von rund 5,7 Mrd. ATS [414 Mio. Euro] erreichen, was gegenüber den 2000 erzielten 7,1 Mrd. ATS ein Minus von 20 Prozent darstellt.
Den Rückgang begründete Hutter mit dem Abschluss des Mobilfunknetzes des vierten österreichischen Handybetreibers tele.ring zur Jahresmitte. Außerdem seien die transeuropäischen Netze in Österreich für Telia und i21 fertig gestellt worden.
Gute Chancen sieht Alcatel Austria bei urbanen Glasfasernetzen für künftige UMTS-Installationen, um die Breitbanddienste an die Endkunden heranzubringen. Bei der Ausschreibung der elektronischen Lkw-Maut ist Alcatel als Anbieter für das Systemservice in der Endphase mit dabei.
