Mehr GameCubes in die USA
Wegen hoher Nachfrage schickt der Computerspielehersteller Nintendo von seiner neuen Konsole GameCube deutlich mehr nach Nordamerika als ursprünglich geplant.
Wie das japanische Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, will es noch in diesem Jahr 200.000 Spielekonsolen mehr liefern und die Gesamtmenge auf 1,3 Millionen GameCubes aufstocken.
Erste Gehversuche auf dem Konsolenmarkt
Damit dürfte Nintendo, der Hersteller der weltberühmten GameBoys,
den neu auf den Markt gekommenen US-Konkurrenten Microsoft
überrunden: Der Konzern von Bill Gates will zwar 1,5 Millionen
seiner Konsole Xbox absetzen, Analysten sehen das Potenzial aber
eher bei einer Million. Der Softwarekonzern wagt sich erstmals auf
den Videospielemarkt.
Microsoft199 USD für den GameCube
Der GameCube wird in den USA seit Montag verkauft. Die Konsole kostet 199 USD und damit hundert Dollar weniger als die wenige Tage zuvor gestartete Xbox. Nintendo zufolge setzte das Unternehmen bereits am ersten Tag Konsolen und dazugehörige Spiele im Wert von 98 Millionen USD ab.
Zum Marktstart lieferte Nintendo zudem 700.000 Konsolen. Obwohl das mehr als doppelt so viele waren wie bei Microsoft mit 300.000 Xboxen, soll der GameCube-Vorrat bereits am Freitag ausverkauft sein.
Nach einer Studie der Investmentbank Goldman Sachs rissen die Kunden den Verkäufern GameCubes förmlich aus der Hand: 57 Prozent und damit mehr als die Hälfte der Geschäfte waren bereits am ersten Tag ausverkauft.
