Run auf das Handy-Radar
Weil insbesondere der Dienst SMS-Ping "bedenkenswerte Implikationen für die Privatsphäre" des Benutzers aufweise, schreibt Frank Rieger, für Netzwerk und Hosting [COO] zuständig bei der deutschen gate5 AG, sei dieser nie als allgemeines Service konzipiert gewesen, sondern ausschließlich als Technologiedemo für interessierte Business-Kunden gedacht gewesen.
Seit Montagnachmittag ist das bis dahin völlig frei zugängliche "SMS-Ping"-Formular auch wieder internes Demo und durch Usernamen und Passwort geschützt, da zwischendurch "nicht unerhebliche Kosten" entstanden waren.
Eine Story der FutureZone, die von diversen Mailing-Lists blitzartig aufgegriffen wurde, löste in der Nacht auf Montag einen Run auf den SMS-Gateway von gate5 aus.
Statt der pro Tag üblichen zehn bis fünfzehn Demo-Zugriffen auf den Dienst flogen Ping-SMS und normale Kurzbotschaften an Handys in alle Welt hinaus. Bis nach Australien wurde um die 10.000 Mal ausprobiert, welche Handys ein- oder ausgeschaltet waren - ohne dass es der Besitzer merkte.
Die FuZo-Story mit einem beachtenswerten ForumProbleme werden zunehmen
"Die Probleme werden mit der Verfügbarkeit von vergleichsweise genauer Lokalisierung von Mobilfunkteilnehmern noch deutlich zunehmen. Die Information, ob ein Telefon eingebucht ist, wird uns in wenigen Jahren demgegenüber eher als Kleinigkeit erscheinen", schreibt Rieger weiter.
Dass alle eingegebenen Handynummern online weiterhin zugänglich blieben und mit einem einfachen Script abgesaugt werden konnten, kommentierte CTO Andreas Steinhauser am Telefon sinngemäß so:
Und wenn nun jemand all diese Nummern habe, so sei dieser mit jeder Telefonbuch-CD besser bedient, weil diese nicht nur weitaus mehr Nummern, sondern auch Namen und Adressen enthalte.
Was gate5 ferner sagte
