19.11.2001

BÖSE

Verluste "wegen Gratisdownloads"

Der britische Musikkonzern EMI Group hat im ersten Halbjahr seinen Verlust weiter vergrößert.

Die Verlustausweitung sei vor allem auf die "unvorhersehbare Marktentwicklung" speziell im zweiten Quartal zurückzuführen, so EMI-Chairman Eric Nicoli.

Auch das geänderte Konsumentenverhalten ["MP3-Files, Minidisc-Player und Gratis-Downloads aus dem Netz"] spiele langsam, aber sicher eine immer stärkere Rolle.

Zahlen

EMI erwirtschaftete im ersten Halbjahr [bis 30. September] einen Verlust von 88 Millionen Euro, verglichen mit 50,6 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Umsätze fielen um 6,7 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis schrumpfte um mehr als die Hälfte von 179,4 auf 69,7 Millionen Euro.

Der Musikkonzern hatte bereits im September eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr ausgesprochen. Wegen eines signifikanten Einbruchs auf dem Tonträgermarkt, vor allem in den USA und Lateinamerika, werde der Jahresgewinn um 20 Prozent geringer als erwartet ausfallen, hieß es damals.