Nintendo lanciert Xbox-Gegner
Der heutige US-Start von Nintendos Spielkonsole GameCube, dem Microsoft vor drei Tagen mit seiner Xbox voranging, markiert eine Neuverteilung der Claims auf dem Konsolenmarkt.
Darüber hinaus richten sich auch Hoffnungen für die gesamte US-Konjunktur auf das medienwirksame Rennen um die Gunst der Spieler.
Wenn die US-Konsumenten schon aus Angst vor Terroranschlägen zu Hause bleiben, sollen sie dabei wenigstens ihr gewohntes Konsumniveau zur Weihnachtszeit aufrechterhalten, lautet dabei die Kalkulation.
Rettung der Umsätze des vierten Quartals
Zumindestens die gesamte Branche der Heimunterhaltungelektronik
erwartet sich vom Rennen von GameCube und Xbox gegen Sonys
Playstation 2 nichts weniger als die Rettung der Umsätze des vierten
Quartals, nachdem diese seit dem 11. September schwer eingebrochen
sind.
Japan: Gedränge zum GameCube-VerkaufsstartEuropäischer GameCube-Start 2002
In Japan hat Nintendo eigenen Angaben zufolge in den ersten drei Tagen nach dem Launch in Japan im September etwa 315.000 Exemplare seiner Spielekonsole verkauft.
Bis Ende des Jahres will Nintendo in Japan einschließlich der bereits ausgelieferten Exemplare insgesamt 1,4 Millionen Geräte auf den Markt bringen.
In den USA will Nintendo bis Ende dieses Jahres 1,1 Millionen GameCubes ausliefern. Microsoft will im gleichen Zeitraum bereits 1,5 Millionen Exemplare seiner Xbox verkaufen. Im deutschsprachigen Raum starten GameCube und Xbox erst im neuen Jahr. Einen sicheren Vorteil gegenüber seinen Kontrahenten hat der GameCube: Mit 199,95 USD [225 Euro] pro Gerät kostet er 100 USD weniger als Microsofts und Sonys Konsolen.
13 Titel zum Verkaufsstart
Wie in der Xbox und der Playstation 2 werkelt auch im GameCube
ein 128-Bit-Prozessoren, der aufwendige Grafiken ermöglichen soll.
Für den Würfel stehen mit dem Verkaufsstart 13 Titel zur Verfügung.
Bis Weihnachten sollen es 20 werden.
GameCube verliert Rennen gegen Xbox"Erfolgreicher Vertrieb entscheidend"
Die Analysten warten mit Spannung: "Wir wollen sicher gehen, dass Nintendo dabei ist, unterhaltsame Spiele vorzulegen", sagte Lisa Spicer von ING Barings.
"In einer Verbindung zwischen dem GameCube und dem Game Boy Advance wird es für Nintendos Kurs positiv sein, wenn uns das Unternehmen eine kleine Überraschung bringt oder ein bisschen Zauber."
Eiji Maeda, Analyst beim Daiwa-Institut, sagte, ein erfolgreicher Vertrieb sei entscheidend. "Wenn Nintendo sicherstellen kann, dass sie keine Hardware-Engpassprobleme haben, wird das einen der negativen Faktoren bereinigen, der den jüngsten Abverkauf ihrer Aktien ausgelöst hatte."
Sony hatte mit der PS2 solche Probleme in den USA erlebt.
