19.11.2001

AUFGEBOHRT

Bildquelle: Microsoft

Die Innereien der Xbox

Seit Donnerstag ist Microsofts Xbox in den USA im Handel - und schon haben die ersten US-Websites die Konsole seziert.

Die CPU des Gerätes ist nicht, wie bisher vermutet, ein Pentium III, sondern ein Celeron.

Einer der ersten Xbox-Chirurgen ist Van Smith, der Vans Hardware betreibt.

Aus seinem Bericht geht hervor, dass es sich bei der CPU um einen mobilen Celeron im BGA-Gehäuse mit 733 MHz handelt. Die Taktfrequenz und Intel als Hersteller sind auch die einzigen Angaben, die Microsoft bisher zum Prozessor gemacht hatte.

Zwei Lüfter kühlen

Auch beim restlichen Hardware-Design hat Microsoft gespart. Aus den Aufdrucken des DDR-Speichers geht hervor, dass die Samsung-Chips mit 200 MHz arbeiten. Vermutlich liegt daher auch der FSB-Takt des Celeron bei 100 MHz.

DVD-Laufwerk und Festplatte der Xbox teilen sich einen IDE-Kanal, vier weitere Felder mit Lötpads für mehr Speicher liegen unbestückt auf der Platine.

Gekühlt wird das Gerät über zwei Lüfter und nicht über eine aufwändige Heatpipe wie bei der Playstation 2.

Ob sich Microsoft mit dem Spar-Prozessor einen Gefallen getan hat, muss sich erst noch zeigen. Die Zeitschrift "GameStar" berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass die heiß erwartete PC-Umsetzung des Xbox-Spiels "Halo" noch Monate auf sich warten lässt. Die Entwickler müssten das Spiel komplett neu schreiben, so "GameStar". Daran kann unter anderem auch der Celeron der Xbox schuld sein - aktuelle PC-CPUs sind deutlich schneller.

Zwei Spieletitel besonders begehrt

Von Gamern wird die lieblose Auswahl an Spielen kritisiert. Zwei Titel stechen aber besonders hervor - "Halo" von Bungie Software und "Oddworld: Munch's Odyssee" von Oddworld Inhabitants.