Keine Schäden nach Leoniden-Schauer
Die Satellitenflotte hat nach Auskunft des europäischen Weltraumkontrollzentrums ESOC in Darmstadt den Leoniden-Sturm am Wochenende weitgehend unversehrt überstanden.
Bisher gebe es keine Anzeichen, dass einer der knapp 700 Satelliten durch die Sternschnuppen beschädigt worden sei, sagte Rüdiger Jehn von der ESOC. Der "Niederschlag" sei auch geringer ausgefallen, als die Fachleute erwartet hatten.
Höhepunkt am Sonntagvormittag
Nach Informationen von Jehn erreichte der Leoniden-Strom seinen
Höhepunkt am Sonntagvormittag: "Zu diesem Zeitpunkt haben wir einen
Meteoriten pro Sekunde gezählt." Durch die voraussehbare Bahn hätten
die Satelliten aber gut geschützt werden können. So seien
empfindliche Objektive, etwa das Hubble-Teleskop, vom Teilchenstrom
abgewendet worden. Auch andere Satelliten seien so gedreht worden,
dass sie den Sternschnuppen möglichst wenig Angriffsfläche boten.
Die LeonidenDas erste Leoniden-Maximum sei über Nordamerika gegen 11.00 Uhr MEZ erreicht worden, sagte Jahn. Das zweite Maximum war rund neun Stunden später über Asien. "Die Astronomen haben den jeweiligen Beginn sehr exakt vorhergesagt. Die Leoniden sind ein guter Test für solche Berechnungen", sagte Jahn.
Die Sternschnuppen der Leoniden haben ihren Ursprung im Kometen Tempel-Tuttle. Sie stammen von Kometenbruchstücken, die in den Jahren 1633 bis 1866 von der Sonne aus dem "schmutzigen Schneeball" Tempel-Tuttle herausgetaut wurden und nun die Bahn der Erde kreuzen.
