18.11.2001

"PING SMS"

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Eine Radarfalle für Handys

Zwischen neuen, aber nicht einzigartigen Funktionen wie zoombaren Stadtplänen hat das deutsche Start-up Gate5 zwei erstaunliche SMS-Applikationen ins Netz gestellt.

Über einen Menüpunkt mit der kryptischen Bezeichnung "SMS ersetzen" kommt man zu einem Formular namens "Replacement SMS", das sich als Verabredungs-Tool herausstellt und bis zu vier SMS gleichzeitig verschickt.

Statusmeldungen via WWW

Die Applikation meldet sogar den Status des Empfängers, nämlich ob er die SMS direkt erhalten hat oder ob sein Handy zum Sendezeitpunkt gerade nicht erreichbar war.

Hier kommt eine zweite Applikation ins Spiel, die bezeichnenderweise als "Ping SMS" bezeichnet wird

Ping SMS funktioniert wie das gleichnamige Netzwerkertool, das andere Rechner im Netz zu einer Statusmeldung zwingt. Der Archetyp für Ping ist freilich das gute alte Radar, das die räumliche Entfernung eines Zielobjekts feststellt.

Implikationen für die Privatsphäre

Anders als bei der SMS-Verabredung bemerkte keiner der Besitzer, dass sich Dritte über den Status seines Mobiltelefons informiert hatten.

Unnötig zu sagen, dass ein deratiges Tool bestimmte Implikationen für die Privatsphäre mit sich bringen kann, wenn die Pings auf ein Handy etwa im Fünfminutenabstand erfolgen können.

Eine Anfrage der FuZo bei den Betreibern der Site bezüglich der genauen Funktionsweise des Tools läuft.

Für zweckdienliche Hinweise danken wir Florian Machl, georg@ge.org und viele anderen. Im Forum weiter unten werden die passenden Hypothesen erläutert.