"DDR wird Rambus in Nische drängen"
Intel legt seinen Schwerpunkt in Zukunft auf DDR-Speicher und sieht Rambus nur noch als Nischenprodukt.
Das sagte Intel-Vize Anand Chandrasekher in einem Interview mit tecChannel.de.
Rambus-Speicher für High-End-PCs propagiert
Derzeit unterstützt Intel PC-133- und Rambus-Speicher. Wenn der
neue P4-Chipsatz Brookdale-DDR erscheint, kommt auch noch DDR-SDRAM
dazu. Bisher hatte Intel für High-End-PCs den umstrittenen
Rambus-Speicher propagiert und dieses Bekenntnis auf jedem IDF
wieder bekräftigt.
Rambus-Speicher mit 3,2 GHzMarkt für Performance-Desktops
Chandrasekher wendet sich jetzt davon ab. "Ich glaube, Rambus wird in eine Nische gedrängt, wo es um sehr leistungshungrige Anwendungen geht - also vor allem bei Workstations. Mit der Zeit wird sich DDR aber auch da durchsetzen, wenn sich die Wirtschaftlichkeit der Massenproduktion bei Rambus nicht ändert."
"Außerdem arbeiten wir ja schon an einer neuen DDR-Technologie, die wir auf dem letzten IDF kurz vorgestellt haben. Diese ganze Rambus-Sache ist etwas unglücklich - aber wenn die Entscheidung einmal gefallen ist, steht sie eben fest", so der Intel-Manager.
Intel-Roadmaps zeigen noch Rambus-Chipsatz
Möglicherweise zieht sich Intel also früher oder später ganz aus
dem Geschäft mit Rambus-Chipsätzen zurück. Auf internen
Intel-Roadmaps findet sich für 2002 auch nur noch der "Tehama-E" als
neuer Rambus-Chipsatz für den Desktop.
Intel und Rambus schließen Patent-VertragDDR Ende 2002 Marktführer
Auf die Frage, wann es wieder eine einzige Speichertechnologie für Desktop-PCs geben werde, sagte Chandrasekher: "Ich glaube, Ende 2002 wird DDR wahrscheinlich der Speicher sein, der den größten Anteil des Marktes für Performance-Desktops hat. Ob er sich auch im Low-Cost-Segment - also bei den Celerons - durchsetzt, ist nur eine Frage des Preises."
