Neue Suchmaschine denkt "erweitert"
Die US-Suchmaschine Accoona will im Netz mit künstlicher Intelligenz, erweiterten Suchfunktionen und der Spezialisierung auf News und Business Punkte machen. Nach den USA und China befindet sich auch eine eigene Europa-Version in Planung.
Mit Accoona.com versucht ein weiterer Suchmaschinenbetreiber die Internet-Giganten Google, Yahoo und Co vom Thron zu stürzen. Die Suchmaschine wurde bereits im Feber 2004 gegründet und ist in den USA und China seit Dezember 2004 verfügbar.
Vergangene Woche wurde das Angebot in einer überarbeiteten Version der Öffentlichkeit präsentiert, für die nahe Zukunft wurde auch ein eigener Europa-Auftritt angekündigt.
Künstliche Intelligenz und Spezial-Suche
Mit einer Portion künstlicher Intelligenz sowie der Spezialisierung auf die News- und Business-Suche will Accoona nun seine Nutzer überzeugen. Die "intelligenten" Such-Algorithmen durchsuchen Datenbanken nicht nur wortwörtlich nach einem Begriff, sondern auch nach verwandten Inhalten. Das bedeutet, dass etwa die Suche nach Oscar-Gewinnern ["oscar winners"] auch Ergebnisse ausspuckt, in denen Oscar nicht zwingend genannt wird.
Erweiterte Suchfunktionen
Weiters können die News- und Business-Suche über Scroll-Down-Menüs verfeinert werden. Jedes Menü bietet dabei bis zu 50 Auswahlmöglichkeiten, die wiederum die entsprechende Trefferzahl anzeigen. Bei der News-Suche kann man dabei die Resultate etwa nach Veröffentlichungszeitraum, Quelle und erwähnten Personen einschränken.
Die Business-Suche stellt einen neuen Ansatz dar, bei dem verschiedene Datenbanken nach geschäftlichen Informationen durchsucht werden können. Auch hier gibt es wieder erweiterte Möglichkeiten, das Ergebnis über den Unternehmenssitz, Umsatz und die Angestelltenzahl zu definieren.
"Hakuna Matata"
Der Name Accoona leitet sich laut Unternehmens-Website von der afrikanischen Phrase "Hakuna Matata" ab und soll das Ziel der Suchmaschine in Sachen Bedienungsfreundlichkeit verdeutlichen.
Neues Werbemodell
Auch wenn Accoona mit seiner verfeinerten Suche durchaus überzeugen kann, bleibt es schwierig, im Suchmaschinen-Dschungel überhaupt die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich zu lenken.
Einen ungewöhnlichen Weg wählt das Unternehmen auch mit einem geplanten Online-Werbemodell, bei dem die Werber zu direkten Konkurrenten werden:
Wenn ein Nutzer etwa nach einem Produkt oder Dienstleistungen sucht, bekommt er neben den Suchergebnissen auch die Möglichkeit, von drei potenziellen Anbietern kontaktiert zu werden. Willigt der Nutzer ein, muss er seine Kontaktdaten bekannt geben und erhält dann die entsprechenden Angebote.
(futurezone | New York Times | EETimes)
