US-Justizministerium verteidigt Einigung
Das US-Justizministerium hat die angestrebte außergerichtliche Einigung im Kartellprozess gegen den Softwarehersteller Microsoft verteidigt.
In einem 68-seitigen Schriftstück begründete die Regierung ihre Entscheidung gegenüber den Kritikern.
Marktmacht und "Schlupflöcher"
Insgesamt neun der 18 klagenden Bundesstaaten hatten große
"Schlupflöcher" kritisiert und befürchten, dass Microsoft weiter
ungehindert seine Marktmacht ausnutzen könnte.
Microsoft-Vergleich soll geändert werdenGeheime Schnittstellen preisgeben
Die außergerichtliche Einigung verlangt von Microsoft, dass das Unternehmen Computerherstellern die freie Wahl überlässt, Microsoft-Produkte oder Konkurrenzsoftware auf ihren Geräten zu installieren.
Weiterhin soll der Softwaregigant den Wettbewerbern bisher geheime Schnittstellen seines Betriebssystems preisgeben.
Die Vereinbarung habe den Vorteil, dass Maßnahmen sofort umgesetzt werden könnten, während die Fortführung des Prozesses noch Jahre dauern könnte, argumentierte das Ministerium.
Bundesstaaten verlangen schärfere Auflagen
Neun Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Massachusetts und
Connecticut, hatten mit der Verweigerung ihrer Unterschrift die
Durchsetzung der Vereinbarung blockiert und bestehen weiter auf
schärferen Auflagen.
Härtere Strafen im Microsoft-Prozess geprüft
