"Dunkle Ecken" im Internet ausgemacht
Laut einer dreijährigen Untersuchung des weltweiten Internet-Verkehrs durch das US-Technologieunternehmen Arbor Networks sind nicht alle Teile des Internets global gleich gut zugänglich. Angeblich sind fünf Prozent aller Hosts davon betroffen.
Der "Dark Space" im Internet entsteht demnach durch falsch konfigurierte Router, Abkopplungen zwischen den Providern, Filtering, Netzwerkausfälle sowie Störmaßnahmen im Backbone-Bereich.
Arbor NetworksKorrupte Backbones
Nach der Ansicht von Craig Labovitz und Abha Ahuja von Arbor zerfällt damit das Internet zunehmend in Inseln, die nur über Umwege miteinander verbunden sind.
"Die reine Menge an Routing-Informationen, verbunden mit der fehlenden Sicherheit in Routern und Router-Software, erzeugen eine Infrastruktur, die zunehmend unbeweglich und verletzbar wird", erklärte Labovitz, Direktor für Netzwerkarchitektur bei Arbor Networks und Leiter der Untersuchung.
Labovitz und Ahuja haben den vorläufigen Bericht unter dem Titel "Shining Light on Darkness of Internet Address Space" veröffentlicht.
Bei der Untersuchung konzentrierten sich die zwei Forscher von Arbor auf Fehler bei den Backbone-Routern des Internets, die über einen längeren Zeitraum bestanden.
