Deutsche Polizei gegen Kinderporno
Den nach eigenen Angaben größten Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet haben Behörden heute in 14 Ländern geführt.
Allein in Deutschland seien 93 Wohnungen und Büroräume von etwa 80 Privatpersonen durchsucht worden, teilte das Bundeskriminalamt [BKA] in Wiesbaden mit.
Dabei seien zahlreiche Computer, Datenträger, Videos und andere Unterlagen sichergestellt worden. Festnahmen habe es keine gegeben. Das BKA hatte die weltweite Aktion koordiniert.
2.200 Menschen in Verdacht
Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt seit März gegen etwa
2.200 Menschen, die im Verdacht stehen, weltweit
kinderpornografische Bilder in privaten Kreisen im Internet
verbreitet zu haben. Auf diese Verdächtigen stießen die Ermittler
bei der Auswertung des Computers eines 41-jährigen Deutschen.
Europarat billigt "Cybercrime"-AbkommenJustizbehörden in 23 Staaten
Bei dem einschlägig vorbestraften Mann hatte die Polizei etwa 16.000 kinderpornografische Bilder und 300 Kurzvideos auf dem Computer gefunden.
In enger Zusammenarbeit mit Justizbehörden in 23 Staaten konnte umfangreiches Datenmaterial bei mehreren Providern im In- und Ausland als Beweismittel gesichert werden, teilten die deutschen Behörden mit.
Durchsuchungen auch in Österreich
Auf dieser Grundlage gab es am Mittwoch Durchsuchungen im gesamten Bundesgebiet sowie in der Schweiz, in Österreich, den Niederlanden, Norwegen, Frankreich, Belgien, Dänemark, Luxemburg, Portugal, Irland, den USA, Australien und Kanada.
