EU drängt auf Einigung bei Handy-TV
Die EU-Kommission drängt die IT-Branche, sich schleunigst auf einen der sechs konkurrierenden Standards für Fernsehen auf Handy und Co. zu einigen.
Die EU-Kommission drängt zu einer schnellen Vereinheitlichung der Vorschriften für das digitale Fernsehen auf tragbaren Geräten innerhalb der Europäischen Union.
Ohne ein entschlossenes Handeln werde es sechs Jahre dauern, bis die Frequenzen für die Übertragung entsprechender Daten frei würden, sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding am Mittwoch auf der Elektronikmesse CeBIT.
"Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, dass wir nicht bis 2012 warten können, um Dienste wie mobiles Fernsehen im großen Umfang zu ermöglichen", sagte sie.
In Österreich werden die Sender ORF1, ORF2 und ATV+ ab 27. September in allen Landeshauptstädten digital ausgestrahlt.
Sechs konkurrierende Standards
Entscheidungen müssten in den kommenden zwölf Monaten getroffen werden. Außerhalb Europas werde bereits gehandelt. Die Industrie sei aufgefordert, der Kommission Vorschläge zu machen.
Beim mobilen Fernsehen werden digitale Videodaten auf Geräte wie Handys, Handhelds und Pocket-PCs übertragen. Gegenwärtig gibt es sechs konkurrierende Standards.
Als großes Hindernis gilt auch die Verfügbarkeit von freien Frequenzen. Zwar werden die bisher für analoge Übertragungen reservierten Bereiche Stück für Stück freigegeben. Bis auf diese Weise genügend Bandbreite entsteht, können jedoch Jahre vergehen.
(futurezone | Reuters)
