"Gewinnwarnung" ist das "Unwort 2001"
Der Begriff "Gewinnwarnung" ist laut der Pons-Wörterbuch-Redaktion das "Unwort" des Jahres 2001. Der Begriff sei "unsinnig", denn es werde nicht vor einem Gewinn gewarnt, so Redaktionsleiter Philipp Haußmann in einer Aussendung.
Korrekt müsse es "Verlustwarnung" heißen, denn genau dieser Sachverhalt sei auch gemeint.
Auf dem zweiten und dritten Platz landeten der "beschönigende und grammatikalisch falsche" Begriff "Verbrauchende Embryonenforschung" bzw. der Begriff "Leistungsschlaf", der ein Widerspruch in sich sei. Nach einer elfmonatigen Frequenzanalyse und Wortbeobachtung wählten die Pons-Redakteure auch Begriffe für die Kategorien "Wort" und "Neuwort" des Jahres.
PonsNoch eine Unwortsuche
Neben dem Wörterbuch-Verlag Pons sucht auch eine unabhängige Germanisten-Jury alljährlich nach dem "Unwort des Jahres".
"Sprachliche Missgriffe" der öffentlichen Kommunikation, die in diesem Jahr besonders negativ aufgefallen sind, weil sie "sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen", können noch bis 7. Jänner 2002 eingesendet werden.
Unwort-Jury
