Integrierte Elektronik als Wirtschaftsfaktor

EU
08.03.2006

Mit 2,7 Mrd. Euro will die EU die Entwicklung von Elektronik in Geräten für Haushalt und Unterhaltung sowie Autos vorantreiben.

Computer sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken - auch wenn man sie nicht immer sieht. In Autos, Unterhaltungselektronik, medizinischen Geräten, Handys und Haushaltsgegenständen übernimmt die Elektronik immer mehr wichtige und nützliche Funktionen.

Damit die EU-Staaten bei der Entwicklung nicht den Anschluss verlieren, sollen nun für das ARTEMIS-Programm [Advanced Research & Technology for Embedded Intelligence and Systems] 2,7 Milliarden Euro aufgebracht werden. Die EU verspricht sich davon auch eine Ankurbelung der Wirtschaft.

Laut ARTEMIS machen diese meist versteckten elektronischen Bestandteile bei den in der EU produzierten Autos mittlerweile ein Fünftel des Wertes aus, bis 2015 soll der Anteil auf 40 Prozent steigen. Alleine in der Automobilindustrie sollen dadurch 600.000 neue Jobs entstehen, so ARTEMIS.

ARTEMIS setzt sich zusammen aus 20 Technologiefirmen und Autoherstellern, unter anderem DaimlerChrysler, Nokia, STMicroelectronics, Philips und Thales.

EU-Staaten und Industrie zahlen

Es gebe mehr solcher "Embedded Systems" als Menschen auf der ganzen Welt, so die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Wenn man in der Zukunft stark sein wolle, müsse man jetzt investieren.

ARTEMIS sei ein guter Weg, die Herausforderungen bei der Entwicklung solcher Systeme in den nächsten zehn Jahren zu bewältigen und die Innovationen voranzutreiben, so Reding weiter. Zudem sollen alle, Hersteller wie auch Kunden, davon profitieren können.

Das Geld dafür soll bis 2010 von der EU, den 25 EU-Staaten und der Industrie aufgebracht werden. Reding will den EU-Staaten in den nächsten Wochen einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

(futurezone | Reuters | Cnet)