Alle wollen weg von Mobilfunker Blu
Die meisten Hauptaktionäre, darunter auch die Autobahngesellschaft Autostrade Italiane [32 Prozent] sowie Benetton [neun Prozent], wollen aus dem italienischen Mobilfunkbetreiber Blu aussteigen.
Medienberichten zufolge plant auch die Mailänder Mediengesellschaft Mediaset unter Kontrolle des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi, ihr neunprozentiges Aktienpaket an Blu zu verkaufen.
Die Beteiligung soll laut einem bei der Gründung des Unternehmens im Jahr 1999 abgeschlossenen Abkommen an British Telecom verkauft werden, das mit einer 20-prozentigen Beteiligung zu den Hauptaktionären von Blu zählt.
British Telecom plant Indiskretionen zufolge allerdings ebenfalls den Ausstieg aus Blu. Der britische Konzern will sich angeblich auf die Auslandsbeteiligungen konzentrieren, an denen er die absolute Stimmenmehrheit hält, darunter die deutsche Viag Interkom, die niederländische Telfort und die irische Digifon.
Nicht ganz überraschend ist die Website von Blu vorwiegend in blau gehaltenDrei Milliarden Euro Wert
Der Wert des italienischen Mobilfunkbetreibers wird auf rund drei Milliarden Euro geschätzt. Blu ist Italiens nummer vier nach der Telecom-Italia-Tochter TIM, Omnitel und Wind.
Auch Benetton, das im Juli mit Pirelli die Telekom-Gruppe Olivetti und deren Tochter Telecom Italia übernommen hat, muss sich von Blu verabschieden, um Brüssels Wettbewerbsbedenken auszuräumen und damit eine eingehende Untersuchung zu vermeiden.
