Schnellster Rechner Europas in Betrieb
Der schnellste Supercomputer Europas mit einer Leistung von 46 Billionen Rechenschritten in der Sekunde steht in Deutschland.
Der schnellste Supercomputer Europas ist am Montag in Deutschland, im Forschungszentrum Jülich in Nordrhein-Westfalen, in Betrieb gegangen.
Der von IBM gebaute "Jülicher Blue Gene/L" [JUBL] schafft pro Sekunde bis zu 46 Billionen Rechenschritte [Tera-FLOP/s].
Mit dem neuen Superrechner steht die Einrichtung in Jülich demnach sogar weltweit auf Platz eins unter den rein wissenschaftlich orientierten Forschungszentren.
16.384 Prozessoren
Die Rechenleistung wird durch den parallelen Betrieb von insgesamt 16.384 Strom sparenden Power-PC-Prozessoren von IBM mit einer Taktrate von jeweils 700 Megahertz [Stromverbauch von 10 Watt] und vier Tera-Bytes RAM erzielt.
Bei den Forschern gilt die JUBL-Technologie als Schlüssel zu grundlegenden Erkenntnissen in Biologie, Chemie, Physik und Klimaforschung; sie soll Materialwissenschaftlern, Nanotechnologen und Energieforschern Wege zu völlig neuen Anwendungen eröffnen.
Die Blue-Gene-Türme in der klimatisierten Rechnerhalle werden zudem ergänzt durch den bereits installierten Supercomputer JUMP.
Derzeit nutzen mehr als 200 europäische Forschergruppen die Rechenkapazität des Forschungszentrums.
(futurezone | APA | AFP)
