Swisscom will kein UMTS vor 2003
Das Warten auf die dritte Mobilfunkgeneration UMTS hält an.
Die Swisscom, die in Österreich am Festnetz- und Internetanbieter UTA beteiligt ist, rechnet mit einem großflächigen kommerziellen Start frühestens im Jahr 2003. Der Aufbau des Netzes verzögert sich. Passende Geräte und neue Dienste stehen noch nicht bereit.
"Bis Ende 2002 wird Swisscom voraussichtlich eine UMTS-Infrastruktur aufgebaut haben, die eine Abdeckung von 20 Prozent gewährleistet", sagte Firmensprecherin Pia Rogers am Freitag auf Anfrage. Damit erfüllt sie die Auflage vom Bundesamt für Kommunikation an alle vier UMTS-Lizenznehmer in der Schweiz.
Gute Endgeräte sind wichtig
Konkurrentin Orange hält eine umfassende kommerzielle Einführung
von UMTS im Jahr 2003 für realistisch, wie Firmensprecherin Therese
Wenger sagte. Voraussetzung sei, dass bis dahin genügend qualitativ
gute Endgeräte und Inhalte vorhanden seien. Denkbar sei überdies
auch eine schrittweiser Markteintritt, etwa in ausgewählten
Regionen.
SwisscomMagere 139,7 Mio. Euro Erlöse bei Auktion
Ins gleiche Horn stößt Sunrise. "Wir rechnen nach wie vor mit einem UMTS-Start bis Ende 2002", erklärte Sunrise-Kommunikationsleiterin Monika Walser. "UMTS werde sich zwar nicht so schnell durchsetzen wie erwartet, aber sicher eine große Nachfrage wecken", schätzt Walser. Auch 2003 werde noch kein Hype um UMTS ausbrechen, vermutet sie. Die Umstellung auf die neue Technologie werde eine gewisse Zeit beanspruchen.
Die UMTS-Lizenzen waren in der Schweiz in einem Auktionsverfahren im Dezember 2000 vom Bund zugeteilt worden. Statt der erwarteten Milliarden spülten sie nur 205 Mill. Franken [139,7 Millionen Euro] in die Bundeskasse.
