US Open führen Videobeweis ein

gut oder aus?
06.03.2006

Ein 250.000 Dollar teurer Video-Linienrichter kann zwei Mal pro Satz vom Spieler zur genauen Analyse herangezogen werden.

Legendär sind die hitzigen Diskussionen von John McEnroe mit dem Schiedsrichter - um zu klären, ob ein Ball nun wirklich "aus" war oder nicht, wird es bei den diesjährigen US Open in Flushing Meadow erstmals den Videobeweis geben.

Jeder Spieler wird pro Satz zwei Mal die Möglichkeit haben, eine umstrittene Schieds- oder Linienrichter-Entscheidung anzuzweifeln, erklärte der Präsident des US-Tennisverbandes [USTA], Arlen Kantarian

Der fragwürdige Punkt wird dann von einem Video-Schiedsrichter mit Hilfe einer 250.000 Dollar teuren Spezialsoftware analysiert, die in der Lage ist, den Ball sofort "gut" oder "aus" zu geben.

Gleichzeitig wird die Computeranalyse den Fans im Stadion und den Fernsehzuschauern zu Hause gezeigt werden.

"Menschliches Auge kann nicht mehr mithalten"

"Das menschliche Auge kann mit dem Tempo und der Power des heutigen Spiels nicht mehr mithalten", sagte Kantarian. "Wir wollten mit Hilfe verlässlicher Technologie das Spiel voranbringen und aufregender machen und glauben, dass uns das gelungen ist."

Bei den US Open soll das System vorerst nur im Arthur-Ashe- und Louis-Armstrong-Stadion benutzt werden. Sollte sich eine Schiedsrichter-Entscheidung als falsch herausstellen, behält der Spieler sein Einspruchsrecht.

Bei korrekten Entscheidungen wird ihm eine Einspruchsmöglichkeit abgezogen.

Keine Torkamera bei Fußball-WM

Auch im Fußball wird immer wieder der Ruf nach einer Torkamera laut, doch bei der Fußball-WM in Deutschland wird eine solche noch nicht zum Einsatz kommen.

(futurezone | dpa)