Gläserner User soll Banken helfen
Auch österreichische Banken haben zunehmend mit hohen Vertriebskosten und sinkenden Profiten zu kämpfen.
Die sich abzeichnende engere Zusammenarbeit der Banken mit Telekom-Unternehmen soll eine Konzentration auf profitable Kundensegmente erleichtern, meinte die Unternehmensberatung A.T. Kearney heute in Wien.
"Hervorragende Kundendaten der Telekoms"
Denn "niemand hat so hervorragende Kundendaten wie die
Telekom-Unternehmen", lautet die Begründung. Insbesondere über
M-Banking könnten Telekoms detaillierte Daten über ihre Kunden
ansammeln, die auch den Privatbereich umfassen.
Dammbruch beim DatenschutzHeikles Thema Datenschutz
So lasse sich etwa feststellen, welche Einkaufsgewohnheiten ein M-Banking-Kunde hat, ob er gern ins Theater oder zu Sportveranstaltungen geht, wie viele Finanztransaktionen er vornimmt und wie er seine Wochenenden verbringt.
Der Datenschutz sei in diesem Zusammenhang ein "heikles Thema", doch manche Kunden wüssten "die Vernetzung durchaus zu schätzen", glauben die Berater von A.T. Kearney.
Viele Kunden würden nicht wahllos mit Angeboten "zugeschüttet" werden wollen, sondern maßgeschneiderte Informationen erhalten. Dafür seien sie bereit, gewisse Informationen zur Verfügung zu stellen.
Im Gegenzug Informationen anbieten
Für Banken seien diese Kundendaten "enorm interessant", sie
könnten im Gegenzug den Telekom-Betreibern Informationen anbieten.
Bei den derzeitigen Kontakten zwischen Banken, Telekoms und
Handelsunternehmen zeichne sich bereits ein Kampf um jeden Kunden
ab. "Costumer ownership heißt das Schlagwort."
IT-Industrie gegen Datenschutz-Aushöhlung
