06.11.2001

LEKTION

Bildquelle:

Gratispornos wirklich kostenlos

Tausende US-Bürger, die ihre Kreditkartendetails als "Altersnachweis" an Porno-Sites gaben, haben nicht nur ihre Online-Lektion in Sachen Blauäugigkeit gelernt, sondern bekommen die entstandenen Schäden auch ersetzt.

Die Betreiber von Dutzenden von Sex-Sites haben zur Beendigung eines Streits um mutmaßlichen Betrug an ihren Kunden eingewilligt, insgesamt 30 Millionen USD [33,48 Mio. Euro] zu zahlen.

Die FTC [Federal Trade Commission] und das Justizministerium des Bundesstaates New York hatten den Internet-Firmen vorgeworfen, illegal bei Tausenden von Kunden Geld für Dienste abgebucht zu haben, die auf ihren Sites als "kostenlos" bezeichnet worden waren. Anderen Kunden sei Geld abgezogen worden, obwohl sie die Sites niemals besucht hätten.

Blauäugig

In dem Streit ging es um vermeintlich "kostenlose" Sextouren. Um Zugang zu erhalten, mussten die Surfer laut FTC ihre Kreditkartennummern angeben. Den Kunden sei vorgegaukelt worden, dass die Nummern nur gebraucht würden, um festzustellen, ob sie bereits volljährig seien.

Tausenden von Kunden seien später jedoch monatliche Mitgliedsbeiträge zwischen 20 und 90 USD abgebucht worden. Den Behörden zufolge stellten die Firmen ihre Rechnungen zudem mit anderen Absendernamen aus als die Sexsites, sodass die Verbraucher oft nicht wussten, von wem sie stammten.