05.11.2001

CHIP-NASE

Bildquelle: schnüff

Sensorchips überprüfen Gerüche

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik [IPM] haben eine neue Generation von Gas-Sensoren auf Halbleiterbasis entwickelt.

Die "Mini-Spürnasen" riechen nicht nur schlechte Luft in Büros, Konferenzräumen und Fabrikshallen, sie unterstützen auch die Überwachung von Produktionsprozessen.

Gute Luft

Die neun Quadratmillimter kleinen Sensorchips nehmen permanent den Gehalt störender Gerüche in der Umgebungsluft auf. Besonders sensibel sind die Sensoren auf Stoffe wie CO2, das auf schlechte Raumluft etwa durch Zigarettenrauch hinweist.

Werden die Sensoren in die Lüftungsanlage integriert,können sie direkt die Frischluftzufuhr regeln. Andere Anwendungen sind u.a. die Meldung eines plötzlichen Anstiegs bestimmter Gase.

Bisher wurden handelsübliche Gas-Sensoren auf Halbleiter-Metalloxidbasis in Dickschichttechnik hergestellt. Die nun entwickelten Sensoren hingegen basieren auf Dünnschichttechnik. Bei der Produktion ist es möglich, automatisierte Verfahren anzuwenden, die aus der Herstellung von Siliziumchips bekannt sind. So können die Sensorchips kostengünstig und als Massenware hergestellt werden. Darüber hinaus ist es möglich, sie schnell an neue Anwendungen anzupassen.