E-Cards als Anthrax-Gewinner
Die Anthrax-Angst in den USA scheint ein neues Opfer zu fordern: Immer mehr Privatpersonen und Unternehmen überlegen offensichtlich, die alljährlichen Weihnachtsgrüße online zu übermitteln.
Wie das "Wall Street Journal" berichtete, befürchten einige Grußkartenhersteller deshalb ernstzunehmende Umsatzeinbußen.
Die Amerikaner sind eigentlich ausgesprochen großzügige Weihnachtskarten-Verschicker. Doch angesichts der derzeitigen Situation befürchteten viele, dass ihre Grüße beim Empfänger statt der erhofften warmen Gefühle eher Panik erzeugen, denn die typische US-Weihnachtskarte ist in einem Umschlag verpackt, der keinen Absender trägt.
E-Mail als Gewinner der Anthrax-PanikUmsatz in Gefahr
Hallmark, der weltgrößte Hersteller von Grußkarten, verzeichnete dem Bericht nach bereits zum vergangenen Weihnachtsfest zehn Millionen E-Cards.
Auch Mitbewerber American Greetings, der bereits nach dem 11. September 2001 einen sprunghaften Anstieg bei der Nutzung seiner E-Cards feststellte, rechnet mit einer starken Zunahme der Nachfrage.
Das Angebot ist allerdings kostenlos. Die Kartenhersteller suchen jetzt nach Wegen, um die traditionellen Greetings Card - und damit ihr Geschäft - zu erhalten. So empfehlen sie, auf jeden Umschlag einen Absender zu schreiben oder transparente "Vellum"-Umschläge zu verwenden.
