01.11.2001

MAIL.KP

Nordkorea bekommt ersten Mailserver

Auch Nordkoreaner können jetzt - theoretisch - E-Mails versenden, zumindestens gibt es seit einiger Zeit den ersten Mailserver des Landes.

Wie erst jetzt bekannt wurde, startete bereits am 8. Oktober ein Mail-Service mit dem Namen Silibank als Pilotprojekt.

Der Site silibank.com zufolge zahlen die Nutzer allerdings saftige 100 USD Anmeldegebühr. Die ersten 100 Abonnenten können dafür E-Mails in den ersten sechs Monaten kostenlos empfangen und versenden.

Ausländische Kunden dürfen pro Stunde eine Mail an eine nordkoreanische Adresse schicken. Aus den Informationen geht nicht hervor, ob auch Nordkoreaner den vollen Preis bezahlen müssen.

Alles unter Kontrolle

Für den Service installierte Silibank Mail-Server in der Hauptstadt Pyongyang und im chinesischen Shenyang.

Regierungskreise in Südkorea sehen in dem Projekt der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge "eine epochale Entwicklung".

Die nordkoreanische Regierung kontrolliert allerdings immer noch sämtliche Telefongespräche und lässt sogar eigens Radios herstellen, die nur den Staatsrundfunk empfangen können.