Unterhaltungselektronik-Boom geht weiter
Unterhaltungselektronik lässt weiterhin die Kassen klingeln: In Deutschland erwartet die Branche 2006 einen Umsatzanstieg auf 24 Mrd. Euro.
2005 haben die Erlöse aus der Unterhaltungelektronik im Vergleich zum bereits guten Vorjahr auf 21,7 Milliarden Euro zugelegt, wie der deutsche Fachverband Consumer Electronics im ZVEI am Mittwoch mitteilte.
Das Wachstum werde erneut von der klassischen Unterhaltungselektronik getragen. Man gehe davon aus, dass in diesem Jahr zwei von drei TV-Geräten Flachbildschirme sein werden. Der Umsatz mit TV-Geräten erreichte 3,5 Milliarden Euro nach 3,1 Milliarden im Jahr 2004.
Auch digitale Musikplayer übertrafen 2005 die Erwartungen. Der Absatz sei um 160 Prozent auf 8,3 Millionen Geräte gestiegen. Ein Umsatz von 645 Millionen Euro bedeute eine Plus von 116 Prozent. Im Gegenzug sei der HiFi-Bereich um 11,5 Prozent auf 797 Millionen Euro geschrumpft.
Große Sportereignisse wie die Olympischen Spiele und die Fußballweltmeisterschaft, digitale Neuheiten und die jetzt jährlich stattfindende Funkausstellung werden das Geschäft beleben, so die Prognose.
Notebooks überholen Desktop-PCs
Bei PCs hätten Notebooks erstmals die Desktop-Pendants überholt. Notebooks verzeichneten ein Absatzplus von 37 Prozent auf 1,9 Millionen Stück, während die Zahl der Desktop-PCs um zwei Prozent auf 1,6 Millionen Stück zurückging. Die private Nachfrage nach Handys lag bei 20 Millionen Stück.
Die rasante technische Entwicklung führe zu einer Polarisierung des Marktes, meinte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik [gfu], Alexander Pett.
Als Folge würden die Segmente von Spitzenprodukten und Billigprodukten wachsen. Verlierer sei das mittlere Preissegment, das im Jahr 2010 nur noch zehn bis 20 Prozent des Marktes ausmachen werde.
(futurezone | dpa)
