Briten SMSen sich die Finger wund
Rund 3,8 Millionen Briten leiden an chronischer Sehnenscheidenentzündung und anderen Schmerzen - auf Grund exzessiven SMS-Tippens.
Das Versenden von Kurznachrichten auf dem Handy [SMS] erfreut sich in Großbritannien so großer Beliebtheit, dass die Fälle von chronischer Sehnenscheidenentzündung explosionsartig zugenommen haben.
Über 93,5 Millionen SMS werden laut einer aktuellen Studie des Mobilfunkers Virgin Mobile täglich verschickt. Aber auch die Zahl der wunden Handgelenke und Daumen hat sich in den letzten Jahren drastisch erhöht.
Insgesamt 3,8 Millionen Briten leiden der Studie zufolge unter SMS-bedingten Gelenksschmerzen. Fünf Millionen Handynutzer mussten das SMSen auf Grund von Schmerzen bereits einmal aufgeben.
Auch wenn die Mobilfunkbranche ständig neue Trends und Services erfindet - die "Killer-Applikationen" bleiben weiterhin Telefonieren und SMS.
Bis zu 100 SMS täglich
Der SMS-Wahn bleibt jedoch ungetrübt. Über zwölf Prozent der Befragten gab an, rund 20 SMS am Tag zu verschicken. Immerhin zehn Prozent gaben zu, dass sie es am Tag auf 100 Kurznachrichten bringen.
Psychologen fürchten unterdessen, dass die Kommunikation über E-Mail und SMS die Menschen entfremdet und sie dadurch nicht mehr im Stande sind, persönliche Unterhaltungen zu führen.
Außerdem gebe es bei exzessiven SMS-Nutzern auch bereits Suchterscheinungen.
Virgin startet Initiative
Virgin Mobile hat nun in Zusammenarbeit mit dem britischen Verband der Chiropraktiker eine Initiative zum Schutz vor SMS-Verletzungen gestartet. Auf der Website practisesafetext.com werden etwa Übungen zum Lockern der Finger veröffentlicht.
(futurezone | Reuters)
