Preiskrieg Intel gegen AMD
Die rivalisierenden Prozessorhersteller AMD und Intel senken ab sofort ihre Preise für Computerchips.
Die neue XP-Prozessorgeneration von AMD erhält Preiskürzungen zwischen zwölf und 23 Prozent. Die Chips XP 1800+, 1700+, 1600+ und 1500+ kosten demnach bei Abnahme von 1.000 Stück jeweils 210, 152, 124 und 115 USD.
AMD senkt ...
Dadurch werden XP 1600+ und XP 1500+ billiger als die
Thunderbird-Athlons mit 1.200, 1.300 und 1.400 Megahertz
Taktfrequenz. Es ist zu erwarten, dass auch die älteren
Prozessorgeneration eine Preiskürzung erfahren.
Aktuelle AMD-Preise in Österreich... Intel ebenfalls
Auch Intel kürzt die Preise seiner CPUs. Die Kürzungen beim Flaggschiff Pentium 4 bewegen sich zwischen zwölf und 29 Prozent. Das 2-Gigahertz-Modell wird um 29 Prozent von 564 auf 401 USD gesenkt. 1,9 GHz kosten 274, 1,8 GHz 225 USD.
Die Preise für die Pentium-III-Modelle mit 1,2, 1,13 und 1,1 Gigahertz betragen jeweils 241, 193 und 225 USD. Auch die Preise für Low-End-Xeon-Serverchips werden gesenkt.
Aktuelle Pentium-4-Preise in Österreich"Hoher Marktanteil außerordentlich wichtig"
Mit diesen Preissenkungen will Intel-Vorstandsvorsitzender Craig Barrett auch weiterhin Kunden locken: "Denn einen hohen Marktanteil zu haben ist außerordentlich wichtig." Derzeit beläuft sich der Marktanteil von Intel nach eigenen Angaben auf 80 Prozent. Gleichzeitig kündigte der Chef des weltgrößten Chipherstellers weitere Akquisitionen in den Bereichen Kommunikation und Netzwerke an, falls sich eine günstige Gelegenheit ergibt.
Schließlich soll die Computerkonjunktur bald anziehen. Im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" sagte Barrett: "Die letzten Jahre, in denen wir durchschnittlich um 35 Prozent gewachsen sind, waren außerordentlich. Es ist unrealistisch anzunehmen, dass es in diesem Tempo weitergehen wird." Doch das kommende Jahr werde "sicherlich besser" sein als 2001.
