Pflichturlaub für HynixBeschäftigte
Der angeschlagene südkoreanische Chipproduzent Hynix Semiconductor will seine 14.000 Beschäftigten für einen Monat in unbezahlten Urlaub schicken.
Dies sei Teil eines Programms zur Kostensenkung, teilte der weltweit drittgrößte Hersteller von Speicherchips mit.
Mit der Betriebsgewerkschaft ist eine Übereinkunft erzielt worden, wonach die Beschäftigten zwischen dem 1. November und dem 31. März 2002 jeweils im Wechsel an 30 Tagen frei nehmen sollen.
Seit Januar wurde die Zahl der Beschäftigten bei Hynix von bereits von 22.000 auf 14.000 verringert. Im Juli hatte das Unternehmen einen Produktionsstopp für sechs Monate in seinem Werk im US-Bundesstaat Oregon angekündigt. Angesichts des dramatischen Preisverfalls bei Speicherbausteinen verzeichnete Hynix im dritten Quartal dieses Jahres einen Nettoverlust von knapp 1,6 Billionen Won [rund 1,4 Milliarden Euro].
Drittgrößter Speicherhersteller in der KriseBeispiellose Marktflaute
Zusätzlich wird die Zahl der internen Abteilungen um ein Drittel reduziert. Auch für seine Auslands-Produktionen sieht Hynix starke Einschnitte vor.
20 Prozent der Auslandsbelegschaft sollen entlassen und damit 30 Prozent der Arbeitskosten eingespart werden. Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf die "beispiellose Marktflaute" im Geschäft mit Speicherchips.
