Tel.me mit vielversprechender Bilanz
Der Wiener Anbieter von Handys und Unterhaltungselektronik-Devices Tel.me hat sein erstes Rumpfgeschäftsjahr [Februar bis Juni 2001] mit einem Umsatz von 25 Millionen ATS beendet. Der Verlust betrug sechs Millionen ATS.
Der Umsatz wurde dabei noch zu 99 Prozent in Österreich generiert: "Im nächsten Geschäftsjahr sollen bereits 20 Prozent im Ausland erzielt werden", sagte Tel.me-Geschäftsführer Manfred Jahn
Der Turnaround auf Monatsbasis sollte im zweiten Quartal 2002 erreicht werden, die erste positive Jahresbilanz erwartet Jahn für das Geschäftsjahr 2002/2003.
Ein Börsengang ist in den nächsten drei Jahren vorgesehen. "Wir würden einen Börsengang als Exit-Szenario betrachten, der dazu dienen soll, die internationale Expansion voranzutreiben." Die Investmentgesellschaft Doxco hält derzeit 20 Prozent am Unternehmen, der Rest ist in Händen der Firmengründer Jahn [64 Prozent] und Wolfgang Krivanek [16 Prozent].
Tel.meAbsatz
Von Februar bis Dezember will das Unternehmen 20.000 MP3-Player verkaufen. "Im nächsten Jahr soll es in Richtung 50.000 Stück europaweit gehen", so Jahn.
Der Einstieg in den Unterhaltungselektronik-Markt sei noch härter gewesen als der Einstieg in den Handy-Markt:
"Dort sitzen Unternehmen mit 30, 40 Jahren Erfahrung", so Jahn. Im MP3-Player-Bereich habe man gerade eine strategische Allianz mit einem koreanischen Elektronikunternehmen abgeschlossen.
Tel.me soll dabei als Entwickler dienen und der asiatische Raum gemeinsam bearbeitet werden. Es werde eine gemeinsame Produktionslinie geben mit dem Ziel, das Volumen zu erhöhen und Kosten zu reduzieren. "Auch eine strategische Beteiligung an Tel.me in der Höhe von drei bis fünf Prozent könnte ich mir vorstellen."
Auch im Handy-Geschäft ist Tel.me angeblich "auf dem richtigen" Weg. Das Einstiegshandy T909 belegt laut GfK von allen verkauften Handys in Österreich Platz 12 von 127 Marken. "Bis Jahresende wollen wir einen Marktanteil von 1,7 Prozent erreichen", so Jahn. Bis dato wurden 5.000 Stück an den bisher einzigen österreichischen Mobilfunk-Kunden Tele.ring [in Kooperation mit Hartlauer] verkauft. Es gebe bereits weit fortgeschrittene Gespräche mit einem zweiten Anbieter. Im Frühjahr 2002 sollen zwei bis drei neue GPRS-Handys, darunter das Smartphone T919 auf den Markt gebracht werden.
Erstes GPRS-Handy aus Österreich
