Apples iPod als mobiler Datenträger
Apple hat kürzlich einen tragbaren MP3-Player vorgestellt, der mit beeindruckenden fünf Gigabyte Speicherplatz und einem schlichten, funktionellen Design aufwartet.
Doch der iPod, so der Name für Apples Wiedereinstieg in die Non-Computer-Welt, ist weit mehr als ein MP3-Player.
Bei entsprechender Handhabung ist das Gerät auch als mobiler Datenträger einsetzbar. Hier kommen die Vorteile der Firewire-Schnittstelle erst richtig zum Tragen - mit einer Geschwindigkeit von 400 Megabit/Sekunde stellt die Übertragung von Rechner zu mobiler Einheit keinen Flaschenhals mehr dar. Zum Vergleich: Bei USB bewegen sich die Daten mit maximal 12 Megabit pro Sekunde.
iPod als Firewire-Platte
Zwar propagiert Apple nur das Zusammenspiel mit der neuen
iTunes2-Musiksoftware, dahinter liegen aber eine Menge verborgener
Funktionen: immerhin ist das Gerät von Aufbau her eine externe
Firewire-Festplatte. Daher können auch herkömmliche Daten hin- und
herbewegt werden. Der Musikbereich wird dabei vom Datenbereich
getrennt, um unbeabsichtiges Löschen zu vermeiden.
Die SpezifikationenKein Rummel um Datenträgerfunktionen
Auf die Frage der FutureZone, ob das Gerät auch in anderen Umgebungen als MacOS als Firewire-Platte erkannt werden würde, will man sich nicht so recht festlegen:
"Wir wollen natürlich, dass der iPod mit einem Mac verwendet wird. Für die Kompatibilität mit anderen Betriebssystemen können wir nicht garantieren. Kann sein, dass der iPod unter Windows XP als Platte erkannt wird", so Nürnberger, Marketingmanager für Deutschland.
Der iPod kann in den reinen Firewire-Modus gezwungen werden, wenn man beim Start den "Rewind" und "Forward"-Button gleichzeitig drückt, bis sich das Apple-Logo in ein FireWire-Logo wandelt. Man kann vom iPod sogar booten - wenn rund ein Gigabyte für MacOS X, Netz- und Officefunktionen reserviert wird, hat man ein komplettes Notbetriebssystem in der Hosentasche.
Das Gerät wird aber hauptsächlich als portables Highend-Musikcenter gebrandet und ist, so das Apple-Marketing, "realistischerweise erst Ende November" verfügbar.
185 Gramm leicht
Im iPod selbst verreicht eine 5-Gigabyte-Platte von Toshiba im
PCMCIA-Format ihren Dienst. "Dies unterscheidet uns vom Mitbewerb,
wo meistens 2,5-Zoll-Notebookplatten zum Einsatz kommen. Während
andere Harddiskplayer rund 400 Gramm schwer sind, wiegt der iPod
bloß 185 Gramm".
Fünf Gigabyte in der WestentaschePufferspeicher hilft Strom sparen
Ein Pufferspeicher von 32 Megabyte dient nicht etwa dazu, das Gerät erschütterungssicher zu machen, sondern steht im Dienste des Energiemanagements. Es werden so rund 20 Minuten Musik im Voraus in den Speicher geladen, um danach gleich wieder die Platte abzuschalten. Im Betrieb benötigt die Platte nämlich mehr als 20 Mal so viel Strom wie im Standby-Modus.
Der Akku ist nur vier Millimeter dick, erstreckt sich über das gesamte Gerät und hat eine Kapazität von 1200 mAh. Geladen wird der iPod über das Firewire-Kabel. Das Laden ist nicht nur von Desktops, sondern auch von Powerbook oder iBook aus möglich. Selbstverständlich wird auch ein Ladegerät für die Steckdose geliefert.
