Stellenabbau bei Videospiele-Pionier Atari

Rote Zahlen
18.02.2006

Nach massivem Umsatzrückgang

Der US-Videospiele-Pionier Atari, der unter roten Zahlen und einem massiven Umsatzrückgang leidet, will im Zuge eines Kostensenkungsplans 20 Prozent seiner weltweiten Belegschaft nach Hause schicken. Dies hat Atari mit Sitz in New York am Freitag nach Börsenschluss mitgeteilt.

Damit erhalte Atari nach Darstellung von Unternehmenschef Bruno Bonnell mehr Flexibilität in einem sich wandelnden geschäftlichen Umfeld. Die Anpassung der Kostenstruktur sei ein wichtiger erster Schritt.

Massiver Umsatzrückgang

Der Atari-Umsatz hatte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2005/2006 etwa halbiert.

Infogrames

Atari gehört mehrheitlich dem größten europäischen interaktiven Spieleanbieter, der französischen Infogrames Entertainment SA.

Verlust von 62,8 Millionen US-Dollar

Atari setzte in dem am 31. Dezember 2005 beendeten Neunmonatsabschnitt 163,4 Millionen Dollar [137 Mio Euro], gegenüber 332,5 Millionen Dollar in der entsprechenden Vorjahreszeit, um.

Ein Verlust von 62,8 Millionen Dollar oder 50 Cent je Aktie fiel gegenüber einem Gewinn von 14,8 Millionen Dollar oder 12 Cent je Aktie im Vorjahr an.

(futurezone | dpa)