Kampagne gegen Angst vor Handystrahlung
Die großen Mobilfunkbetreiber in Deutschland sorgen sich wegen der Ängste vor Gesundheitsschäden durch Handys um den Erfolg des neuen Mobilfunkstandards UMTS:
"Die Widerstände in der Bevölkerung sind eine der großen Hürden, die die Betreiber nehmen müssen", sagte der Geschäftsführer der Brancheninitiative "Informationszentrum Mobilfunk" [IZMF], Immo von Fallois.
Problematisch sei vor allem der Bau weiterer Antennenanlagen. Dieser lasse bereits bestehende Ängste der Bürger deutlicher werden, sagte Michael Schröder von der Werbeagentur Hill & Knowlton. Sie entwarf die Kampagne mit dem Motto "Alles was Fakt ist", mit der das IZMF den Sorgen begegnen will.
Die Ängste vor Gesundheitsschäden durch Sendemasten und Handy-Nutzung seien eine Herausforderung für die Netzbetreiber, sagte von Fallois. Das Problem des Baus von UMTS-Antennen solle gemeinsam mit Bürgern und Kommunalpolitikern an runden Tischen gelöst werden. "Die Bevölkerung offen zu informieren und einzubinden in die Entscheidungen ist ein Weg, Vertrauen zurückzugewinnen", sagte von Fallois. Langfristig müsste sich zum UMTS-Betrieb die Zahl der Antennenanlagen in Deutschland auf rund 80.000 verdoppeln.
Informationszentrum MobilfunkVersachlichung
Die morgen anlaufende Anzeigenkampage des IZMF hat das Ziel, "die Debatte über Gesundheitsgefahren zu versachlichen".
Mehr als 2.000 wissenschaftliche Studien hätten belegt, dass für niemanden Gefahr bestehe, wenn die Grenzwerte eingehalten würden, sagte von Fallois: "Es gibt natürlich auch andere Auffassungen, und denen müssen wir uns stellen."
Das IZMF ist eine Initiative von D2 Vodafone, MobilCom, VIAG Interkom, des zum niederländischen Telekom-Konzern KPN gehörenden Unternehmens E-Plus, des finnisch-spanischen Konsortiums Group G3, der zur Deutschen Telekom gehörenden T-Mobil und der Dolphin Telecom.
