Mit 56 GBit pro Sekunde im Glasfasernetz
IBM-Forscher haben einen Hochfrequenz-Chipsatz auf Silizium-Germanium [SiGe]-Basis vorgestellt, der in Glasfasernetzen Übertragungsraten von bis zu 56 GBit/s ermöglichen soll.
Derzeit werden Übertragungsraten von bis zu zehn GBit/s erreicht.
Für Datenübertragung auf langen Strecken
Bei den Chips handelt es sich um SiGe-basierte
Multiplexer/Demultiplexer [MUX/DMUX], die für die Datenübertragung
auf langen Strecken eingesetzt werden können. Die neue Technologie
übertrifft die in den Next-Generation-Networks geplanten
Übertragungsraten von bis zu 40 GBit/s.
IBMs PowerPC-Chip mit einem GHzHochfrequente optische Netze
Bemerkenswert sei, dass die Schaltungen im erprobten 0,18-Mikron-Prozess hergestellt wurden, sagte Modest Oprysko, Leiter des Bereichs Communications Research and Development bei IBM.
Silizium-Germanium-Verbindungen hätten damit ihre Tauglichkeit für den Einsatz in hochfrequenten optischen Netzen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sagte Oprysko als Seitenhieb auf die so genannte III-V-Technologie.
Halbleiter-Kombinationen aus Elementen der Gruppen III und V des Periodensystems wie Gallium-Arsenid gelten ebenfalls als Aspiranten für künftige Hochfrequenz-Entwicklungen.
Bei Hitze ohne Performance-Verlust
Laut IBM-Forschungsabteilung benötigen die Chips bei einer
einfachen 3,3-Volt-Versorgung nur 360 mA. Damit seien kostengünstige
Niedrigstrom-Schaltungen möglich. Außerdem hätten die SiGe-Chips
auch bei hohen Temperaturen von über 100 Grad ohne
Performance-Verlust gearbeitet.
Energiesparchip von IBM
