24.10.2001

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Gates spielt Gates

Das Management von Microsoft ist offenbar dabei, sich selbst in einer breit angelegten Kampagne ein jugendlicheres Image zu verleihen.

Erste Schritte in Hollywood

Nun hat Microsoft-Gründer Bill Gates in Hollywood seine ersten Schauspielversuche in einer Fernsehserie unternommen.

Nach US-Medienberichten hat Gates an den Dreharbeiten zu der 200. Folge der populären TV-Komödie "Frasier" teilgenommen. Die Serie handelt von einem Therapeuten, gespielt von Kelsey Grammar, der seine Ratschläge in einer Radio-Show verbreitet.

In seinem Gastauftritt spielt der reichste Mann der Welt sich selbst. Gates zeigt sich als Fan des Radio-Therapeuten, der die Show besucht und den Moderator mit langen Ergüssen über Microsoft langweilt.

Dinge laufen schief

"Bill kommt vorbei, schwärmt vor, was für ein Fan er ist, und von da an laufen die Dinge schief", so Peter Casey, Produzent der Sitcom. Die Idee, Bill Gates in die Sitcom einzubinden, kam dem Regisseur Wil Shriner vor einigen Wochen. Shriner ist mit Gates befreundet.

"Ich bin sicher, Shriner hat ein Auge auf einen Haufen von Gratissoftware geworfen", scherzt Casey.

Während der Dreharbeiten hat sich Gates erst langsam an die Kamera gewöhnt. Connaisseure der Gatesschen Videoperformance während der Kartellprozesse werden sich an eine gewisse Unbehaglichkeit erinnern. "Ich würde sagen, er war am Anfang ein bisschen holprig. Aber er hat gute Arbeit geleistet. Er konnte seinen Text", so Casey.