8,8 Milliarden USD Quartalsverlust
Lucent Technologies ist im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 2000/01 tiefer in die Verlustzone gerutscht als von Analysten erwartet.
Lucent teilte mit, bei rückläufigen Umsätzen habe sich der Verlust ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten auf 909 Millionen USD oder 27 Cents je Aktie belaufen.
Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus elf Millionen USD betragen. Analysten hatten für das vierte Quartal im Durchschnitt mit einem Verlust von 0,23 USD je Aktie gerechnet. Lucent will weitere Stellen abbauen und im kommenden Geschäftsjahr wieder profitabel arbeiten.
Der Umsatz des im Jahr 1996 von AT&T abgespaltenen Technologiekonzerns sank im Schlussquartal des Geschäftsjahres auf 5,16 Milliarden USD nach 7,17 Milliarden USD im Vorjahreszeitraum.
LucentRekordverlust
Der effektiv unter Einschluss der Restrukturierungsaufwendungen und der inzwischen eingestellten Betriebssparten erwirtschaftete Verlust überstieg mit 8,8 Milliarden USD den Umsatz.
Pro Aktie gerechnet ist das ein Minus von 2,59 USD. Damit vergrößerten sich bei dem Traditionskonzern die Verluste gegenüber dem Vorquartal nochmals deutlich. Im vorangegangenen Quartal hatte Lucent 1,2 Milliarden USD oder 0,35 USD je Aktie verloren.
Die Nachfrageschwäche bei Telekom-Dienstleistungen hat sich Lucent-Angaben zufolge noch einmal durch die anhaltende Unsicherheit nach den Anschlägen in den USA verstärkt.
Die bisherige Restrukturierung des Unternehmens werde jedoch trotz der im nächsten Quartal nochmals sinkenden Umsätze dazu beitragen, dass die Geschäftsergebnisse künftig besser ausfielen. Im kommenden Jahr werde Lucent wieder profitabel arbeiten, erklärte Unternehmenschef Henry Schacht.
Seit Jahresanfang hat Lucent die Beschäftigtenzahl bereits um 31.000 auf 77.000 [Ende September] gekürzt. Das Unternehmen kündigte an, bis Ende März weitere Stellen abzubauen, um auf eine Mitarbeiterzahl zwischen 57.000 und 62.000 zu kommen.
60.000 Entlassungen bei Lucent
