24.10.2001

DESIGNER-WARE

Bildquelle: apple

Apples MP3-Player in Namensnot

Apple hat gestern Abend einen tragbaren MP3-Player vorgestellt, der mit einer beindruckenden 5-GB-Festplatte, einer offiziellen Batterielaufzeit von zehn Stunden und einer Firewire-Schnittstelle kommt.

Beeindruckend ist allerdings auch der Preis für den "iPod" getauften Designer-Player: Ab dem 10.November soll das Gerät für 399 USD in die Geschäfte kommen, wie viel es in Europa genau kosten wird, steht noch nicht fest.

Der "iPod" ist Apples erstes wichtiges Gerät außerhalb der Rechnerlinien, welches das Unternehmen seit dem ökonomischen Flop des "Newton" vor acht Jahren vorstellt.

Namensproblem

Der Player kommt allerdings mit einem Namensmanko, das sich noch als folgenschwer erweisen könnte:

Intel vermarktet bereits ein eigenes Produkt unter dem Namen "iPOD". Beim Chiphersteller steht der Name für "Internet Phone Over Data" und bezeichnet ein PBX-Gateway für Unternehmens-Telefonnetze.

Noch ist keine Reaktion Intels auf Apples Präsentation bekannt, aber ob der marginale Unterschied in der Schreibweise Apple vor einer Klage schützen kann, ist fraglich.

Digitaler Zeitgeist

Apples "iPod" soll ungeachtet seines "gefährlichen" Namens Teil des "Digital-Lifestyle-Konzepts" werden, das Apple-Chef Steve Jobs im Frühjahr verkündet hat.

Demnach wären eigentlich als Nächstes Standbild- und Videokameras von Apple zu erwarten - oder sogar ein neuer Versuch in Richtung Handhelds.