23.10.2001

YWAS

Bildquelle: company

Der nächste Konkurs im YLine-Imperium

Nach der Insolvenz des Wiener Softwarehauses YLine und dessen Tochter i-online geht die Pleitewelle im YLine-Konzern weiter.

Wie der Kreditschutzverband von 1870 [KSV] mitteilte, hat es nun die i-online-Tochter YLine Web Access Services AG [YWAS] erwischt.

Allerdings war die YWAS nach dem Verkauf ihrer 25.000 Internet-Kunden an die Telekom Austria [TA] seit April dieses Jahres nur noch ein leerer Mantel, der eigentlich kurz vor der Liquidation stand.

Ende der Fahnenstange

Als Ursache für den Konkurs nennt YWAS die Insolvenz der Konzernmutter. Dadurch hätten sich Verbindlichkeiten für die YWAS an die Telekom Austria von 13 Millionen ATS ergeben.

Derartig hohe Verbindlichkeiten könnten nach Einstellung der betrieblichen Tätigkeit unmöglich von der YWAS bedient werden, argumentiert das Unternehmen im Konkursantrag.

Der KSV schätzt die Überschuldung des Unternehmens auf etwa diese 13 Millionen ATS. "Ob das aber tatsächlich schon das Ende der Fahnenstange sein wird, ist noch nicht klar", betonte Kantner.

Im Konkursantrag heißt es dazu, es sei anzunehmen, "dass aus weiteren Geschäftsfällen, die im Rahmen der Ausgliederung des Teilbetriebes aus der YLine Internet Business Service AG an die YWAS übertragen wurden und bereits einvernehmlich mit der YLine Internet Business Service AG aufgelöst wurden", nach deren Konkurs weitere Forderungen gegen die YWAS entstehen könnten.