22.10.2001

CARE-O-BOT

Bildquelle: IPA

Ein Roboter für die Altenpflege

Auf der dreitägigen Messe "Alter&Pflege" in Stuttgart, die morgen beginnt, wird auch ein Prototyp eines Roboters für den Einsatz in der Altenpflege vorgestellt.

Der "Care-o-Bot" soll laut seinen Entwicklern alte Menschen künftig im Haushalt unterstützen und ihnen ermöglichen, länger selbstständig in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

Care-o-Bot soll seinem Besitzer zum Beispiel auf Wunsch Getränke ans Bett liefern, ein Essen in der Mikrowelle erhitzen und als Stütze und Gehhilfe in der Wohnung dienen.

Grundwunsch Roboter

"Es ist ein Grundwunsch vieler Menschen, auch im Alter allein leben zu können", sagt Christoph Schaeffer, der als Projektleiter am Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung [IPA] für die Entwicklung des "Pensionisten-Roboters" verantwortlich ist.

Es sei auch denkbar, dass der Roboter kontrolliert, welche Vorräte noch im Kühlschrank sind und was eingekauft werden muss, auf Kommando Jalousien und Türen schließt oder die Heizung reguliert.

Emotionale Maschinen

"Ob ein solcher Roboter in Serie geht, ist auch eine große Frage der Akzeptanz", gibt die IPA-Informatikerin Birgit Graf zu Bedenken.

Schaeffer schätzt, dass der Pflegeroboter frühestens in fünf Jahren auf dem Markt sein wird. Kosten werde er dann voraussichtlich rund 10.000 Euro. Die Chancen für eine Markteinführung stehen angeblich nicht schlecht: "Alte Menschen sind keineswegs so technikfeindlich, wie man meint."