22.10.2001

INTERVIEW

Bildquelle: ap

"Business-Software oft zu teuer"

Offensichtlich im Vorfeld des offiziellen Starts des neuen Betriebssystems Windows XP, das am Donnerstag in die Geschäfte kommen soll, versprüht Microsoft-Gründer Bill Gates einen Optimismus, der in der Branche schon lange nicht mehr zu hören war.

Trotz der aktuellen Flaute rechnet Gates "fest mit einem neuen Boom in der High-Tech-Branche".

Software zu teuer

Neben Binsenweisheiten ["Chips werden auch weiterhin alle 18 Monate ihre Leistung verdoppeln"] sieht Gates aber auch "traumhafte Perspektiven" für die Software-Entwicklung.

In den kommenden zehn Jahren wird demnach "mehr passieren als in den vergangenen 20 Jahren". Handschrifterkennung, natürliche Spracherkennung und -ausgabe sollen für diese Entwicklung sorgen und in fünf Jahren Standard sein.

Im Mittelstand sieht Gates vor allem die Kosten als Hemmnis für eine konsequente IT-Aufrüstung. Viele Business-Programme seien heute einfach noch zu teuer, kritisierte Gates.

Deshalb laute die Microsoft-Strategie: "Hohes Absatzvolumen bei niedrigem Preis."

Impuls erwartet

Vom offiziellen Start von Windows XP an diesem Donnerstag erwartet sich allerdings nicht nur Gates einen Impuls für die angeschlagenen IT-Branchen, auch die PC-Hersteller hoffen auf Folgegeschäfte.