"Business-Software oft zu teuer"
Offensichtlich im Vorfeld des offiziellen Starts des neuen Betriebssystems Windows XP, das am Donnerstag in die Geschäfte kommen soll, versprüht Microsoft-Gründer Bill Gates einen Optimismus, der in der Branche schon lange nicht mehr zu hören war.
Trotz der aktuellen Flaute rechnet Gates "fest mit einem neuen Boom in der High-Tech-Branche".
Die Internet-Nutzung werde weiter zunehmen und die rasante technologische Entwicklung sich fortsetzen, sagte Gates in einem Interview dem Wirtschaftsmagazin "Impulse".
ImpulseSoftware zu teuer
Neben Binsenweisheiten ["Chips werden auch weiterhin alle 18 Monate ihre Leistung verdoppeln"] sieht Gates aber auch "traumhafte Perspektiven" für die Software-Entwicklung.
In den kommenden zehn Jahren wird demnach "mehr passieren als in den vergangenen 20 Jahren". Handschrifterkennung, natürliche Spracherkennung und -ausgabe sollen für diese Entwicklung sorgen und in fünf Jahren Standard sein.
Im Mittelstand sieht Gates vor allem die Kosten als Hemmnis für eine konsequente IT-Aufrüstung. Viele Business-Programme seien heute einfach noch zu teuer, kritisierte Gates.
Deshalb laute die Microsoft-Strategie: "Hohes Absatzvolumen bei niedrigem Preis."
Microsoft hat auf Grund von Beteiligungsverlusten in Milliardenhöhe im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2001/2002 einen Gewinneinbruch erlebt, im Kerngeschäft - also dem Software-Verkauf - die Ertragsprognosen der Marktexperten jedoch übertroffen.
Microsoft übertrifft im Kerngeschäft ErwartungenImpuls erwartet
Vom offiziellen Start von Windows XP an diesem Donnerstag erwartet sich allerdings nicht nur Gates einen Impuls für die angeschlagenen IT-Branchen, auch die PC-Hersteller hoffen auf Folgegeschäfte.
Gates hält Windows XP für "das beste Betriebssystem, das wir jemals entwickelt haben". Es sei der Kulminationspunkt von 15 Jahren Forschung und Entwicklung.
Windows XP und die Österreicher
