22.10.2001

FRANKREICH

Schnäppchenpreise locken Lizenznehmer

Der japanische Mobilfunkkonzern NTT DoCoMo interessiert sich offenbar für eine der UMTS-Lizenzen in Frankreich, seit dort die Lizenzen deutlich billiger gemacht worden sind.

Vertreter des Unternehmens seien mehrfach bei der Pariser Regulierungsbehörde ART gesichtet worden, sagte der Telekom-Analyst von Credit Suisse First Boston, Mark Berman, am Montag in Tokio der Nachrichtenagentur AFP: "Für einen Zufall ist das zu viel."

Der Markt ist für die Japaner interessant, möglicherweise in einer Allianz mit den Betreibern Hutchison oder Bouygues Telecom.

Deutsche winken ab

Die Deutsche Telekom will unterdessen trotz der gesenkten Lizenzkosten nicht auf den französischen Markt gehen.

In Deutschland hatte jeder der sechs UMTS-Lizenzen im vergangenen Jahr mehr als 8,18 Milliarden Euro zahlen müssen, in Großbritannien waren es ebenfalls rund acht Milliarden Euro je Lizenz.