Virtuelle Brieftasche ersetzt Passwort

infocard
15.02.2006

Microsoft will persönliche Daten für Internet-Transaktionen besser schützen. Die Software "InfoCard" soll das Ende des Passworts bringen.

Für jeden Zugang eine Card

In der virtuellen Brieftasche werden nämlich keine persönlichen Informationen abgespeichert. Das Interface der InfoCard besteht aus Elementen, die wie ID-Karten aufgebaut sind.

Jede davon ist mit unterschiedlichen Zugangsdaten gefüttert - so gibt es zum Beispiel eine "Card" fürs Online-Banking, eine für den E-Mail-Account usw. Je nachdem, auf welches Web-Service zugegriffen wird, verwendet man dann eine andere InfoCard.

Besserer Schutz vor Angreifern

Da die InfoCard isoliert von anderen Programmen am Desktop läuft, soll es Angreifern zudem erschwert werden, das System mit bösartiger Software auszuspionieren.

Insgesamt soll das Programm wesentlich sicherer sein als der Gebrauch von Nutzernamen und Passwörtern, ist Microsoft-Gründer Bill Gates überzeugt. Gates sieht damit das Ende der Passwörter näher kommen.

Noch heuer auf dem Markt

Die neue Software wird vom Internet Explorer 7 unter Windows Vista und Windows XP unterstützt. Auf den Markt soll InfoCard noch in diesem Jahr kommen.

Microsoft-Produktmanager Richard Turner gibt Einblicke in die Technologie der InfoCard.

(futurezone | Reuters)