Größtes Schachturnier startet im Netz
Mit dem "Online World Chess Event 2002" startet im Jänner ein weltweites Schachturnier im Internet, das auch das nach der Teilnehmerzahl bisher größte Turnier werden soll.
Von Jänner bis März 2002 sollen zunächst erwartete 100.000 Amateurspieler gegeneinander im Internet antreten.
Die 32 Besten treffen Ende April in Amsterdam auf 32 Großmeister. Auf den Gewinner wartet eine Siegesprämie von 500.000 Dollar [555.062 Euro].
Die Registrierung erfolgt online für eine Startgebühr von 32,95 Dollar [36,58 Euro]. Es gibt weder eine Beschränkung nach Alter noch nach Spielerlevel oder anderen Kriterien. Allen Teilnehmern werden vier Matches garantiert. Das bedeutet mindestens acht Spiele mit vier verschiedenen Gegnern.
Online World Chess Event 2002Großmeister warten schon
Bis März 2002 sollen die 32 besten Online-Schachspieler feststehen, die schließlich von 20. April bis 5. Mai 2002 in Amsterdam analog und an Ort und Stelle gegen 32 Großmeister - darunter Viswanathan Anand, Anatoli Karpow, Garry Kasparow und Michael Adams - antreten.
Der Gewinner des Live-Finales ist auch der Gewinner des "Online World Chess Event".
Die Idee zu dem Tunier stammt vom belgischen Profi-Organisator Bessel Kok, der sich für die technische Umsetzung die Unterstützung von KPN gesichert hat.
Insgesamt steht ein Preisgeld von 1,4 Millionen USD [1,55 Mio. Euro] zur Verfügung.
Killer-App Schach
Schätzungen zufolge können weltweit 350 Millionen Menschen Schach spielen. Davon sind etwa sieben Millionen registrierte Vereinsspieler, und rund 130 Millionen sollen schon einmal online gespielt haben.
Zuletzt hatte die Online-Schach-Community Schlagzeilen gemacht, als der britische Großmeister Nigel Short - fälschlicherweise - behauptete, im Netz gegen die Schachlegende Bobby Fischer angetreten zu sein.
Über einen Mittelsmann ist Short ein Schachduell im Internet mit einem "sehr starken Schachspieler" angeboten worden, der anonym bleiben wollte. Nach dem Duell war Short zunächst davon überzeugt, dass es sich um Fischer gehandelt habe. Inzwischen hat er seine Spekulation aber zurückgezogen.
Schachlegende geistert durchs Internet
